Cilento eine Landschaft der Leidenschaft, der Traditionen und Gastfreundschaft……

1. Mai 2017 | Von | Kategorie: Allgemein, Europa, Italien, Neu, Weltweit

Im Süden Italiens, in der Region Kampanien (Provinz Salerno) liegt eine meiner Lieblingsregionen:
„CILENTO“!
Seit 1991 wurde der größte Teil davon zum „Nationalpark Cilento und Vallo di Diano“ und 1998 zum UNESCO-Welterbe der Menschheit ernannt.
Diese reizvolle Region liegt ca. 1,5 Autostunden südlich von Neapel und erstreckt sich von Paestum im Norden (mit seinen Ausgrabungsstätten von drei gut erhaltenen griechischen Tempel), Sapri im Süden und dem Diano-Tal im Osten.
Landschaftlich hat Cilento einiges zu bieten.
An der rund 100 Kilometer langen Küste, befinden sich endlos wirkende Strände mit kleinen Sandbuchten, die außerhalb der Hauptsaison im Juli und August, beinahe menschenleer sind.
Von familienfreundlichen Sandstränden, bis hin zur abenteuerlichen Steilküste, findet sich für jeden Geschmack ein traumhaftes Plätzchen, das einen in seinen Bann zieht.
Auch für Schnorchler und Taucher ist das Thyrrhenische Meer mit seinem kristallklaren Wasser ein wahres Paradies.
Die Landschaft ist hügelig bis bergig, der höchste Berg ist der Monte Cervati (1898m), auf dem man im Winter sogar Schneeschuh-Touren laufen kann.
Auf alten Mauleselpfaden durch diese unglaublich schöne Landschaft wandern, kleine Bergdörfer besuchen und ihre sympathischen Einwohner kennenlernen war eines meiner Highlights.

San Severino di Centola, ein verlassenes Bergdorf am Fuße des Monte Bulgheria

abwechslungsreiche Landschaft von Cilento

Natürliche Landschaftspflege unter den Olivenbäumen mit Kühen

Bergdorf Camerota

Meine Unterkunft, das Hotel Calanca – Cilento

Das Hotel Calana ist ein drei Sterne Hotel geführt von Andrea Bifulco.
Er und  seine Mitarbeiter investieren viel Herz und Liebe und haben immer ein offenes Ohr für ihre Gäste!
Ich kann es uneingeschränkt für einen unbeschwerten Urlaub empfehlen.
Es liegt nur ein paar Schritte vom Zentrum und 100 Meter vom Sandstrand Calanca entfernt.
Eine kleine Promenade und eine Anwohnerstraße (kaum befahren) trennen das Hotel vom Meer.
Jedes seiner 20 Zimmer verfügt über Meerblick (direkt oder seitlich).
Mein Zimmer hatte direkten Meerblick, den ich vom Balkon aus auch ausgiebig genoss.
Ausgestattet war mein Zimmer mit LED-TV, Minibar, Safe und Klimaanlage, die ich zusätzlich auch als Heizung nutzte, da bei meinem Besuch die Nächte etwas kalt waren und ich es so trotzdem mollig warm hatte.
Das Bad mit Dusche und Tageslicht war ausreichend groß.
Ein Pool, kostenlose Parkplätze, Aufzug und kostenloses WI-FI sind selbstverständlich.
Die leckere Cilentanische Küche kann auf der Terasse und im Restaurant genossen werden.
Einen Absacker oder Espresso gibt es an der Bar.

Andrea Bifulco und Partnerin Valentina

mein Zimmer mit Meerblick

Pool vom Hotel Calanca

Restaurant, Bar und Frühstück im Hotel Calanca

Weg zum Strand

Strand Calanca nur 100m entfernt vom Hotel

Im Hotel Calanca spürt man die familiere Gastfreundlichkeit und die Liebe zur Tradition, sowie die Leidenschaft für Cilento.
Andrea Bifulco übernahm das Hotel 2012 von seinen Eltern, renovierte dieses im Laufe der Zeit und verwirklicht noch immer neue Ideen.
Andrea steht jedem seiner Gäste mit Rat und Tat und sehr guten Tipps zur Seite.
Er spricht zwar nur Italienisch und Englisch, jedoch hat er Deutsch sprechendes Personal zum Beispiel die freundliche Joanna.
Kulinarisch wurde ich von Andrea und seinem Team sowas von verwöhnt, dass ich jetzt noch davon träume…

Andrea ein perfekter Gastgeber

Kulinarische Köstlichkeiten im Hotel Calanca

„Dieta Mediterranea“ – regionale Kochkurse

Ein besonders Angebot von Andrea ist die „Dieta Mediterranea“ – kennen zulernen, zu genießen und auch selbst zu kochen.
Mehr infos zu den angebotenen Kochkursen gibt es auf der Seite des Hotel Calanca.
Die mediterrane Diät wurde schon früh von dem amerikanischen Ernährungswissenschaftler „Ancel Keys“ untersucht.
In der Cilentanischen Küche fand er alles, was eine lange Gesundheit ausmacht, denn im Cilento werden die Menschen im Vergleich 8 bis 10 Jahre älter als im restlichen Italien.
Die Zutaten dieser Küche basiert auf lokalen, frischen Zutaten wie Fisch, Olivenöl, saisonalem Gemüse und Obst, Getreide, Hülsenfrüchte und Kräuter, wenig Fleisch (vorwiegend Geflügel,Lamm) Wein und viel Bewegung.
Mit der Köchin Annamaria, die schon über Generationen die Küche des Cilentos vertritt, durfte ich mich an den Osterkuchen „Pastiera“ und „Pizza Pasquale“ wagen.
Mit viel Witz und Herzlichkeit stand mir Annamaria zur Seite, vielen Dank dafür Annamaria!!!

Annamaria, eine Köchin mit großem Herz…

Geschafft Teig ist fertig….

Marina di Camerota – Cilento

Der malerischer Küstenort Marina di Camerota, mit seinem kleinen Hafen gehört sicherlich zu den schönsten Küstenorten Italiens.
Ich flanierte durch die engen Gassen, legte einen Stopp auf der Piazza San Domenica ein, genoss dort einen Espresso und ein unglaublich leckeres Essen am Abend.
Empfehlen kann ich das Restaurant „Antica Trattoria da Valentone“ von Antonio Lamanna!
Gemütlich am Kaminfeuer sitzend, habe ich ein sieben- gängiges Sardinen Menü genießen können, dazu gab es einen wunderbaren Weißwein aus der Region! – Der Abend war unvergesslich schön.

Marina di Camerota

enge Gassen in Marina di Camerota

Kirche Domenica

Eingang und Terasse von der Trattoria Valentone

Antonio Lamanna, sein leckeres Essen und der dazu gereichte Wein…

„Alici di Menaica“ – Sardellenfischen in der Antike

Die „Alici di Menaica“ ist eine antike Form des Sardellenfischens und derer speziellen Verarbeitung.
Begleitet vom Sonnenuntergang, kann man mit den Fischern aufs Meer hinausfahren.
Nahe der Küste ca. 60-70 Meter entfernt, wird (bei ruhigem Meer) zwischen April und Juli, nach der antiken Menaica-Methode gefangen.
Mit eigens angefertigten grobmaschig Netzen, fängt man nur ausgewachsene Sardellen, die mit ihren Köpfen darin hängen bleiben und so noch im Meer ausbluten und nicht qualvoll ersticken.
Unter Anleitung der Fischer darf der Teilnehmer die Sardellen aus dem Netz lösen und ausnehmen.
Leider war zur Zeit meines Besuches das Meer zu unruhig und so konnte ich diesen speziellen Fang nicht live miterleben.
Dafür durfte ich bei Luca Cella in seinem Laboratorio AURA-Cilento in Palinuro bei der traditionellen Verarbeitung der Sardellen helfen, zumindest habe ich es versucht…..
In Terrakotta-Gefäßen aus den Werkstätten Camerotas, legte ich die Sardellen im Uhrzeigersinn, schichtweise in Salz ein.
Zuletzt kommt ein Holzdeckel darauf, der mit einem Stein beschwert wird und so ca 90-120 Tage ruht.
Natürlich ließ ich mir auch eine Verkostung nicht entgehen und im angrenzenden Ladengeschäft konnte ich mich mit regionalen Köstlichkeiten eindecken!
Diese Tour und vieles mehr kann man unter Aura-Cilento.com buchen, die Kosten dafür liegen bei ca. 39,- € pro Person….

Der Hafen von Marina di Camerota mit seinen bunt bemalten Fischerbooten, sowie modernen Motor- und Segelbooten, ist Startpunkt einiger abwechslungsreicher Unternehmungen.

Fischer bei der Arbeit

Luici und Mario, Vater und Sohn sind seit der 5. Generation Fischer und fischen auch mit den Menaica-Netzen

ganz schön viel Handarbeit bis die Sardellen im Salz liegen…

Luca Cella, gründer der Firma AURA mit seinem ausgewählten Sortiment vom Cilento und seinen „Alici di Menaica“

La Taverna del Mozzo – ein kulinarisches Highlight

Nicht weit vom Hafen gelegen, wartet ein weiteres kulinarisches Highlight, das ich euch ans Herz lege möchte.
Bei Davide Mea, Koch und Inhaber der „La Taverna del Mozzo“, wurden meine Augen und mein Gaumen im höchsten Maße verwöhnt!!!!!
Davide kocht mit regionalen Produkten moderne Gerichte, die in diesem kleinen Ort so nicht vermutet werden.
Ein Besuch lohnt sich…..

Taverna del Mozzo

Klein und sehr gemütlich mit blick auf den Hafen

ein Menü den jeden Gaumen erfreut, von Schwarzen Reis mit Kabeljau- Kürbiscreme mit Krabben- fritierte Nudeln mit Käse unnd Mismuscheln- Pizzabrot Büffelmozzarella Sardellen und Soße aus grünen Tomaten- Tintenfischarme blaue Kartoffeln und Artischoken mit Orangencreme ein Traum..

Davide Mea, ein Kochen mit Tradition und unglaublich frischen Ideen

Cantina del Marchese – traditionelle Küche

Wer jedoch die traditionelle Küche des Cilento kosten möchte, sollte unbedingt das Restaurant Cantina del Marchese besuchen.
Das Ambiente und die Einrichtung, sind passend zu den Gerichten.
Besonders geschmeckt hat mir Maracucciata (Polenta Scura), das aus der Hülsenfrucht Maracuoccio Lentiscosa gekocht wird.
Diese wird hauptsächlich in der Region Camerota angebaut.

La Cantina de Marchese

alte Rezepte von Cilento und die Maracuoccio Hülsenfrucht..

Ina von Cilentano – Natürlich Süditalien und Franco Forte Besitzer des Marchese Restaurant

Ich hoffe ihr habt Lust auf diese tolle Region bekommen, ausserdem möchte ich euch den Vermittler „Cilentano – natürlich Süditalien“ ans Herz legen!
Die kompetenten Ansprechpartner, stehen euch mit Rat und Tat zur Seite, haben ausgewählte Unterkünfte und beraten euch so, dass jeder seine geeignete Unterkunft findet.

Ideal finde ich auch den Reiseführer „Cilento aktiv“ mit tollen Infos und Wander-Touren von Peter Amann.

Vielen Dank noch an Andrea Bifulco, Luca Cella und „Cilentano – Natürlich Süditalien“ für die Einladung und die tollen Ideen.

Mehr über die Region und vor allem Ausflugstipps gibt es im nächsten Bericht……

Jo Igele Reiseblog/ Travelblog, Reiseberichte

Über den Author

Sonja Weisner Sonja Weisner - Reisebloggerin.  
 
Reisen ist meine Leidenschaft. Von individual bis pauschal und von Abenteur bis teuer bin ich weltweit unterwegs. Seit Udos Tod bereise ich die Welt als Witwe, Single, Oma, Mama, Schwester, Freundin, ... und entdecke meine Reiseleidenschaft neu. "Denn Wege entstehen dadurch, dass man sie geht" (Kafka)

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