Der Schatz im Gehrenmännlesloch – Geocaching Teil 2

10. Januar 2013 | Von | Kategorie: Abenteuer

Um dem interessierten Muggel einen Einblick in den interessanten Alltag eines Geocachers zu geben, stellen wir in diesem Beitrag, anhand eines archivierten Geocache-Verstecks , die Vorgehensweise bei der Cachesuche vor.
Die Schatzsuche beginnt zuhause am PC. Ausgangspunkt sind die Webseiten von z.B. geocaching.com oder opencaching.de . Diese Seiten listen zig tausende Geocaches und bieten eine Suche nach verschiedenen Kriterien an.
Wir haben im Umkreis von 10km zu unserem Wohnort gesucht und uns für den Geocache Gehrenmännlesloch entschieden. Einen sogenannten „Multi“, was in diesem Falle bedeutet, dass wir zunächst eine Schatzkarte (Skizze) und anhand dieser dann den eigentlichen Schatz suchen müssen.
Die meisten Owner, so nennt man die Geocacher, die den Cache gelegt haben, haben um ihren Cache eine Geschichte gebaut. So auch in diesem Fall, wobei die Geschichte auf einer alten Überlieferung beruht.

Hier also die Geschichte zum Geocache im Gehrenmännlesloch:

Zur Zeit des dreißigjährigen Krieges zogen die Schweden plündernd und brandschatzend durchs Hinterland des Bodensees.
Ein Bauer der am Gehrenberg lebte, kam eines Tages vom Feld nach Hause und musste mit ansehen wie Soldaten seine Frau und seine Kinder töteten und sein Haus anzündeten. Als die Soldaten weitergezogen waren, begrub er seine Familie und zog halb von Sinnen vor Schmerzen flussabwärts der Rotach entlang. In einer versteckten Höhle im Rotachtal ließ er sich nieder und richtete sich dort ein Lager ein. Die Leute aus der Umgebung, denen er bei der Feldarbeit und beim Viehhüten half, nannten ihn das Gehrenmännle.
Als ihm eines Tages ein paar Burschen aus den umliegenden Dörfern heimlich folgten, um zu sehen wohin der geheimnisvolle Gesell ging, verschwand er und wurde nie wieder gesehen.
Es geht die Sage um, dass das seltsame Gehrenmännle nicht unvermögend gewesen sei und ein Kistchen mit wertvollem Inhalt in der Nähe seines ehemaligen Lagers versteckt haben soll, das noch heute dort liegt.
Vor Jahren soll es jemanden gelungen sein das Kistchen vom Gehrenmännle zu finden. Bevor es jedoch geborgen werden konnte, wurde der Finder von einer seltsamen Gestalt zutiefst erschreckt und vertrieben. Es gelang ihm noch eine Skizze anzufertigen, auf der er die Lage des Schatzkistchens verzeichnete und diese in der Nähe zu verstecken. Seitdem hat niemand mehr nach der Skizze und dem Schatzkistchen gesucht, denn man sagt der Geist des Gehrenmännle wacht über seinen Schatz. Immer wieder wird von unheimlichen Begegnungen im Rotachtal berichtet, und wenn die Nebel das Rotachtal einhüllen, hat schon manch einer eine Begegnung mit dem Gehrenmännle gehabt.

Was wir jetzt noch benötigen sind die GPS Koordinaten für die Geocache-Suche. Auch diese finden wir auf den oben genannten Webseiten. Das sieht dann so aus:

Startpunkt: N 47°41,578 E 009°28,585
Wer mit dem Fahrrad unterwegs ist kann direkt zum Startpunkt fahren und das Fahrrad dort abstellen (abschliessen nicht vergessen).
Autofahrer parken am besten in Ailingen bei N 47°41,618 E 009°29,225 und erreichen den Startpunkt in ca. 10 min. zu Fuß über eine geteerte Nebenstrasse (750m).
Die Lageskizze des Schatzkästchens findest du bei N 47°41,466 E 009°28,689
Die Lage des Schatzkästchens (Cache) ergibt sich aus der Skizze.
Fürs Finale benötigst du eine Taschenlampe !
Cache-Erstbestückung: Logbuch, Bleistift und fürs Trading Multitool, Kalender, Reflektor, Mini-Bilderbuch, Travelbug Nr. 550772 mit Aktivierungscode und Dublette (nicht aktiviert).

Mit einem Ausdruck der Cache-Beschreibung, GPS und Taschenlampe bewaffnet, fahren wir mit unseren Fahrrädern zum angegebenen Startort. Dann geht es der Rotach entlang, zu Fuß weiter, um bei den genannten Koordinaten nach der Skizze zu suchen. Dies stellt sich als gar nicht so einfach heraus, da durch die Abdeckung der Bäume und der Wolken am Himmel, die Genauigkeit des GPS Gerätes etwas leidet. Letztendlich halten wir stolz die Skizze in den Händen und machen uns an das Finale. Der Schatz selbst war in einer kleinen Höhle versteckt. Im Schein der Taschenlampe krochen wir in das enge Loch, um ihn zu bergen.
Wie es die Regeln des Geocaching vorschreiben, haben wir einen Gegenstand aus dem Schatzkästchen entnommen, einen anderen, mitgebrachten, dafür hinein gelegt, uns ins Logbuch eingetragen und das Schatzkästchen wieder an seinen Platz zurück gelegt.
Wieder zuhause haben wir dann auf der Seite von geocaching.com noch ein „found it“ geloggt.

Achtung: Dieser Geocache wurde von uns 2005 gelegt und war bis 2009 aktiv, mittlerweile ist er archiviert und existiert in dieser Form nicht mehr!

gml001
Der Weg zum Versteck der „Schatzkarte“

Geocaching
Hier war die „Schatzkarte“ versteckt

Geocaching
Die Skizze, die den Weg zum „Schatzversteck“ weist

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Der Eingang zur Höhle in der der „Schatz“ versteckt ist

Geocaching
Das Schatzversteck in der Höhle

Geocaching
Das Schatzkästchen mit Inhalt und Logbuch

 

Jo Igele Reiseblog – Reiseberichte und Reisetipps

Über den Author

Udo Udo Weisner (†19.02.2015) - Reiseblogger / Travelblogger
Zusammen mit meiner Frau Sonja bereise ich die Welt. Wir kennen und lieben die ganze Palette des Reisens von Pauschal bis individual und von Abenteuer bis teuer. Auf unserem Reiseblog / Travel Blog (http://www.jo-igele.de) veröffentlichen wir unser persönliches Reisetagebuch und lassen unsere Leser an unseren Reisen teilhaben.

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