Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 1)

11. September 2013 | Von | Kategorie: Fotoausrüstungen der Reiseblogger, Reiseblogger

Meine Kamera, mein Objektiv, meine Fototasche.

Das Fotoequipment der Reiseblogger.

Reisen und Fotografieren gehören eng zusammen. Kaum ein Reisender, der seine Reiseeindrücke nicht auf Fotos festhält und kaum ein Reiseblog ohne Reisefotos. Nicht umsonst heißt es: „Ein Bild sagt mehr als tausend Worte“.

Wir haben andere Reiselogger zum Thema Fotografieren auf Reisen und zu ihren Fotoausrüstungen befragt. Herausgekommen sind dabei die unterschiedlichsten Statements und zahlreiche Tipps.
Hier nun der erste Teil des zweiteiligen Berichts.

Phil vom Reiseblog Killerwal.com meint:
„Bei meinem Fotoequipment auf Reisen gibt es nur eins: Nämlich nur eine Konfiguration. Ich persönlich halte nichts davon, je nach Art und Dauer der Reise einen anderen Fotoapparat, mit einer immer anderen Wagenladung an Zubehör, mit in den Urlaub zu schleppen. Vielmehr brauche ich eine Kamera, bei der ich blind alle Einstellungen finde und eine Kameratasche, die so eingeräumt ist, dass ich binnen weniger Sekunden knipsbereit bin.

Denn Murphy kann verdammt gnadenlos sein: Die schönsten Motive ergeben sich immer dann, wenn man gerade keine Kamera griffbereit hat. Und für die besten Augenblicke muss man verdammt schnell sein.“
 

(Videoclip: Phil Klever)
 
Alex von NIEDblog und 100Urlaubsziele:
„Ich fotografiere schon immer mit großer Begeisterung, habe mir aber (viel zu) lange keine ernsthaften Gedanken über die Ausrüstung gemacht. Mit der Professionalisierung unserer Webprojekte hat sich dann auch der Anspruch gewandelt, wobei ich stets versuche, das schwierige Gleichgewicht zwischen Qualität und Mobilität zu wahren.
So kam ich vom Kompaktbereich (Sony HX5V) über eine hochwertige Bridge-Kamera (Sony HX100V) letztlich zum DSLR-Einstieg mit einer günstigen Canon EOS1100D.

So richtig glücklich wurde ich damit, vor allem auf Reisen jedoch nicht, da mir das gesamte Equipment einer DSLR schnell zu klobig wurde. Es musste also ein Kompromiss her, insbesondere für unsere Weltreise.

Das Ergebnis:
1) Mein iPhone 4S – immer dabei, sofort einsatzbereit, super für Instagram.
2) Die Samsung NX1000 – tolle Systemkamera mit Wechselobjektiven, Wifi Funktion und sehr guter Bildqualität.
3) Die Sony HDR-GW55 – wasserdicht bis 5 Meter Tiefe, kompakt und damit ideal für Unterwasser-Fotos und Videos sowie Aufnahmen in „gefährlichen“ Situationen (im Regen, auf rasanten Bootstouren oder am Strand).
Für unsere Bedürfnisse und Ansprüche ist das Trio derzeit die perfekte Mischung!“
Alex Mirschel
(Foto: Alex Mirschel und Sandra Friedl)
 
Monika vom Reiseblog TravelWorldOnline Traveler sagt:
„Für uns gehört das Fotografieren zum Reisen unbedingt dazu, einfach weil wir mit Fotos sehr viel ausdrücken können, wofür man beim Schreiben viel mehr Zeit braucht.

Wir haben uns bei unserem letzten Kamerakauf für eine Spiegelreflex von Canon mit Weitwinkel-Objektiv entschieden, obwohl ich bis dahin ein überzeugter Nikon-Fan war. Grund für den Wechsel war, dass die Canon 450D, die ich seither mit großer Begeisterung nutze, sehr viel leichter ist als meine alte Nikon. Das kommt mir vor allem während unserer langen Reisen sehr zugute. Sie ist nun fast immer, wenn ich das Haus verlasse, dabei, und ich fotografiere so oft es geht – egal, ob ich auf Reisen bin oder zu Hause.“
Monika Fuchs
(Foto: Monika und Petar Fuchs)
 
Felicia von Travelicia:
„Ich gehöre nicht zu den Profi-Fotografen und reise daher aktuell nur mit einer einfachen Lumix Panasonic DMC-FS10 Digitalkamera die es sowohl schon auf den Kilimandscharo in Tansania geschafft hat als auch in die Wüste Gobi in der Mongolei.

Kürzlich auf den Philippinen hat sie einen Hitzeschock erlitten und ich habe sie schon für tot erklärt. Einige Wochen später hat sie sich aber in einer Unterkunft in Manila mit Air Condition von alleine wieder erholt.

In der Zeit habe ich mich dann schon über das iPhone als Backup gefreut. Die Filter auf Instagram oder die App Insta Place finde ich toll.

Auf meiner Wunschliste steht auf jeden Fall eine professionellere Kamera. Das wird eine Herausforderung da ich nicht gerne große oder schwere Gegenstände mit mir herumtrage. Dazu passend werde ich dann mal einen Workshop besuchen um die Basics zu lernen. Auf das Thema „Videos“ habe ich auch Lust.

Mein Tipp ist ganz einfach: Nehmt Euch Zeit für das perfekte Foto. Wer Menschen fotografiert sollte immer vorher nachfragen und insbesondere Kindern das Foto zeigen. Sie freuen sich. Und never forget: Den Ort und Moment genießen und nicht nur für später auf dem Foto festhalten!“
Felicia Hargarten
(Foto: Felicia Hargarten)
 
Anja vom Food & Travelblog Travel on Toast:
„Die beste Kamera ist die, die man dabei hat, heißt es. Und das ist bei mir immer das iPhone 5. Ich reise gerne leicht – ob durch den Alltag oder in ferne Länder. Meist bin ich happy mit meinem Smartphone: Wenn genügend Licht da ist, werden Bilder vom Essen richtig gut. Auch Leute, Städte, Strände oder Gegenlichtaufnahmen kann ich prima einfangen. Bei wenig Licht wird es allerdings trüb…

Deshalb habe ich auf Reisen auch immer meine Bridgekamera dabei. Mit der Panasonic Lumix DMC-FZ18 bin ich schon auf Weltreise gegangen. Sie ist schön kompakt und passt gut in meine Handtasche. Die Bedienung ist einfach und die Bilder fallen durchweg gut aus.

Ein Nachteil: Das Objektiv kann ich bei der Bridgekamera nicht auswechseln. Da bekam ich Faultier, Krokodil oder Kakadu nicht nah genug herangezoomt. Außerdem löst die Kamera nicht besonders schnell aus.

Bei einer Fotosafari habe ich jetzt die Canon EOS 100D getestet – gar nicht schlecht! Vielleicht bringt mir der Weihnachtsmann eine Spiegelreflexkamera?“

Anja Beckmann
(Foto: Anja Beckmann)
 
Thomas vom Blog Reisen und Essen:
„Meine Fotoausrüstung auf Reisen.

Fotografieren ist schon über Jahre mein Hobby und auf diesem Weg kam ich dazu über meine Reisen zu schreiben. Meine Reisen werden mit den Bildern erzählt und damit mit meinen Augen.
Aus diesem Grund habe ich eine DSLR-Kamera Canon D40 im Einsatz.

Für die meisten Bilder benutze ich mein Weitwinkel-Zoom (15-85 mm). Mein „Immer-drauf-Objektiv“. In der Tasche dabei ist ein Makro (60 mm) und ein Telezommobjektiv (70-300 mm). Das zusammen bringt zwar einiges an Gewicht mit sich, aber dafür sind die Bilder hochwertig. In der Tasche befinden sich natürlich weitere Speicherkarten, ein Pol- und ein Graufilter.

Je nach Reise ist noch ein Stativ mit dabei. Ein kleines, universales Stativ (Joby Gorilla), das man auch mal an einem Zaun festmachen kann oder ein normales Drei-Bein-Stativ. Bei längeren Reisen darf das Ladegerät für den Akku nicht fehlen. Meistens habe ich alles Im Rucksack auf dem Rücken (das ist besser zu tragen).

Die Kamera habe ich so eingestellt, dass sie meine Bilder im RAW-Format speichert. Das ist das originäre Format und entspricht einem Film, der noch nicht entwickelt wurde. Am Rechner entwickle ich dann die Bilder. Ich setze Lightroom und Photoshop Elements von Adobe ein (wobei ich die Bilder nur entwickle und nicht manipuliere). Das Ergebnis ist das JPEG.

Noch ein Tipp zu Bildern: Oftmals sind Bilder nicht ganz horizontal. Gerade ein Bild am Strand bei dem der Horizont schräg verläuft ist störend für den Betrachter. Das kann einfach korrigiert werden und schon ist Bild viel schöner.“
Reisen und Essen
(Foto: reisenundessen.de)
 
Mit welcher Ausrüstung fotografierst du auf Reisen? Welche Tipps kannst du uns geben, damit unsere Reisefotos noch besser werden? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.
 
 

Jo Igele Reiseblog / Travelblog, Reiseberichte

 

Über den Author

Udo Udo Weisner (†19.02.2015) - Reiseblogger / Travelblogger
Zusammen mit meiner Frau Sonja bereise ich die Welt. Wir kennen und lieben die ganze Palette des Reisens von Pauschal bis individual und von Abenteuer bis teuer. Auf unserem Reiseblog / Travel Blog (http://www.jo-igele.de) veröffentlichen wir unser persönliches Reisetagebuch und lassen unsere Leser an unseren Reisen teilhaben.

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7 Kommentare auf "Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 1)"

  1. Torsten sagt:

    Ich war letztens als Tester in einem schicken Haus in der Schweiz und habe Bilder gemacht. Dafür war meine Canon 60D verantwortlich. Immer wieder schön, Erfahrungen von anderen Fotografen zu lesen. Vor allem das Problem mit dem Gewicht kenne ich nur all zu gut^^

  2. Robert sagt:

    Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass kleine Kompaktkameras wie meine Canon SX120 (auch wenn diese schon etwas älter ist) sehr praktisch sind. Anders als bei einer Canon D40 passt diese locker in meine Jackentasche.

    Aber letztendlich hat jeder Reiseblogger seine ganz eigenen Ansprüche an die Reisefotografie.

    • Udo sagt:

      So sehe ich das auch Robert. So unterschiedlich die einzelnen Reiseblogger sind, so unterschiedlich sind auch ihre Ansprüche an die Reisefotografie.
      Grüße vom Bodensee.
      Udo

  3. […] Jo Igele gibt es eine spannende neue Serie zum Thema “Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 1)“. Seit meiner Ungarnreise bin ich ja auch infiziert und habe mir eine (Affiliatelink) Nikon […]

  4. Christina sagt:

    Sehr genial und ich hab mich schon auf den ersten Teil gefreut. ^___^
    Also totaler Foto-Enthusiast finde ich es super spannend, was andere Blogger so mit sich rumschleppen, sind sie doch auch immer auf Reisen unterwegs.

    Liebe Grüße
    Christina

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