Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 2)

12. September 2013 | Von | Kategorie: Fotoausrüstungen der Reiseblogger, Reiseblogger

Meine Kamera, mein Objektiv, meine Fototasche.

Das Fotoequipment der Reiseblogger.

Auch im zweiten Teil des Berichts dreht sich wieder alles um das Thema Fotografieren auf Reisen und um die Fotoausrüstungen der Reiseblogger(innen).

Peggy vom Entdecke England Blog:
„Wenn ich reise, schleppe ich fast immer meine Spiegelreflexkamera mit. Das ist zwar ganz schoen schwer, aber die Fotoqualitaet ist einfach viel besser.
Die einzige Ausnahme sind Outdooraktivitaten, wie zum Beispiel Paddeln, bei denen die Kamera im Weg ist und/oder kaputt gehen kann. Dafuer habe ich eine alte Pocketkamera.

Das Smartphone ist fuer mich nur eine Notloesung, wenn ich ungeplant eine schoenes Motiv sehe. Ich habe eine Olympus E-3 und verwende ein 12-60mm Weitwinkelobjektiv. Mein Teleobjektiv nehme ich selten mit, nicht nur, weil es schwer ist. Ich fotografiere meistens in der Stadt oder in Museen und dort bringt es kaum Vorteile.

Beim Fotografieren achte ich vor allem darauf, dass meine Fotos eine Geschichte erzaehlen. Ich nehme mir viel Zeit und fotografiere ein Motiv aus mehreren Perspektiven.“

Entdecke England
(Foto: Torsten Richter)

Anja von happybackpacker.de :
„Möchten wir nicht alle die bewegendsten Momente oder schönsten Orte unseres Lebens festhalten? Ich bin auf jeden Fall ein Fotoapparat-Junkie und nehme meine Kameras immer mit. Für meine Handtasche habe ich eine alte Canon Ixus, die bequem in meine Tasche passt und für Schnappschüsse herhalten muss.

Warum eine Bridge-Kamera
Allerdings ist das nur meine Aushilfslösung. Denn meistens nehme ich meine Panasonic Lumix DMC-FZ62 für tolle Aufnahmen. Ursprünglich wollte ich mir eine Spiegelreflex-Kamera kaufen, doch je länger ich überlegt, desto klarer wurde mir, dass ich wahrscheinlich niemals freiwillig eine große Ausrüstung mit verschiedenen Objektiven mit mir herumschleppen würde. Daher entschied ich mich für eine handliche Bridge-Kamera, die noch klein genug ist, einfach in der Hand liegt, aber fast das gleiche Programm abspult wie Spiegelreflexkameras. Und zudem um einiges günstiger ist.

Das Modell meiner Wahl: Die Lumix DMC-FZ62
Die Bilderfarben der Lumix FZ 62 sind wirklich großartig und es gibt kein Rauschen auf den Fotos bis zu ISO 400. Mit der Kamera kann ich je nach Lust und Laune (oder Zeit) mit den verschiedenen Einstellungen der Kamera experimentieren oder aber eben schnell durch clevere Automatik-Modi und Motivprogramme Fotos ohne Verwackler machen. Dabei ist der 24 fache optische Zoom mit dem Leica-Objektiv mein Favorit. Das ist besonders klasse für Tieraufnahmen und sorgt für gestochen scharfe Aufnahmen aus weiter Ferne. Auch spiele ich gerne mit dem Schwenk-Panorama und den vielen Effekten wie der Miniatur-Modus oder die Farbselektiven. Da ich nicht der Typ bin, der sich stundenlang hinsetzt und die Gebrauchsanweisung studiert, war ich auch von der einfachen Bedienung des Benutzermenüs begeistert.

Meine Reisefototipps
Fragen: Wenn du ein Foto von der einheimischen Bevölkerung machen willst, dann bitte immer vorher fragen. Man will ja selber auch nicht wie ein Affe im Zoo behandelt werden.
Komposition: Immer auf den goldenen Schnitt achten. Die Dreiteilung ist wichtig, es sieht einfach nicht gut aus, wenn das Hauptmotiv langweilig in der Mitte liegt.

Ausrüstung der Lumix DMC-FZ62
24 facher optischer Zoom
Bildstabilisator und Weitwinkel
Leica DC Vario-Elmarit [F2,8-5,2] Objektiv
Brennweite: 4,5 – 108 mm
Brennweite (KB): 25 – 600 mm
Blende: 2.8 – 5.2

Ich schreibe auf meinem Blog happybackpacker.de über meine weltweiten Reisen und gebe Backpackern Tipps zum Surfen und Tauchen.“

anja knorr
(Foto: happybackpacker.de)

Vanessa und Markus vom Reisemagazin Pure Travel.TV :
„Fotoausrüstung und Reise sind bei uns immer zwei Gegensätze – eigentlich soll es nie zu viel und zu schwer werden, andererseits ist immer die „Angst“ dabei, gerade das passende Objektiv oder das passende Zubehör genau für diesen einen Moment nicht dabei zu haben, daher gilt das Motto meistens „Alles muss mit“

Für Schnappschüsse in einer Stadt nur mal zwischendurch muss das Iphone5 herhalten, aber so bald es länger geplant ist oder auch eine große Fotostrecke sein soll – geht nichts über eine digitale Spiegelreflexkamera.

Bis zum Jahreswechsel 2012/13 war es eine Canon 1D – nun, auch auf Grund der Videomöglichkeiten war es ein Wechsel zur Canon 5DMark3 mit verschiedenen Wechselobjektiven und Zubehör.

Warum diese Ausrüstung? Weil eigentlich jede Situation – egal ob Nachtaufnahme oder schnelle Bewegung – möglich ist und die Fotos von der Qualität her sehr gut werden.

Was sollte man beachten… immer genügend Zeit einplanen, beim Packen vorab und beim Foto vor Ort!“

Puretraveltv
(Foto: PureTravel.tv)

Christina vom Blog Hallo Welt:
„Unterwegs auf Reisen zählt das Entdecken und Fotografieren zu meinen liebsten Tätigkeiten. Kaum verwunderlich also, dass ich somit immer und überall fast mein komplettes Equipment mitschleppe. Meine Schultern danken es mir nicht, aber die Bilder sind es mir allemal wert.

Dabei habe ich somit immer:
Nikon D7100, Nikkor 18-108/3,5-5,6G (mein perfekter Reisezoom, super Ausgleich zwischen Gewicht und Anwendbarkeit), Nikkor 35/1,8G (eine Traum-Festbrennweite, am liebsten verwendet von mir für Details, Essen und Innenaufnahmen), mindestens zwei Speicherkarten, am besten zwei Akkus, Mikrofasertuch, Makrolinse (falls man mal nah ran muss), Polfilter (absolutes Muss, um das Tageslicht ein wenig abzumildern und Spiegelungen vom Wasser und Scheiben wegzuzaubern) und ein Stativ (für Abend- und Nachtaufnahmen).

Genug dabei? Wohl nie, derzeit auf meiner Wunschliste – ein Weitwinkelobjektiv. Hach.“

Hallo Welt
(Foto: Christina Grabherr)

Gabriele vom Blog Soiblossom:
„meine fotoausrüstung ist ziemlich unspektakulär.
ungefähr die hälfte meiner bilder mache ich mit dem i-phone, und da verwende ich sehr gerne apps. früher war ich grosser fan von hiptsamatic, irgendwann hatte ich das über. zur zeit ist shake-it mein favorit. die farben werden intensiver, leuchtender und den polaroidrahmen mag ich auch ganz gern. ist aber natürlich auch ein bischen effekthascherei.

die andere hälfte meiner bilder entstehen mit meiner canon S90, die ist klein, leicht und lichtstark und hat ein gutes zoom.

weil ich mich technik nicht so wahnsinnig intersssiert, hab ich mich von meinem reisegefährten, einem professionellen fotografen, beraten lassen, was für meine zwecke und befindlichkeiten wohl das geeigneteste wäre. herausgekommen ist dieses handliche gerät, welches aber auch ein histogramm anzeigt und wenn man möchte, sogar RAWS produziert. da ich hauptberuflich als magazin entwicklerin und gestalterin arbeite sind mir bilder sehr wichtig, und da besonders die farben. weil die farben aber oft nicht so im foto rüberkommen, wie ich mir das vorstelle, bearbeite ich eigentlich alle bilder im anschluss in lightroom. tolles programm, einfach, übersichtlich und hilft mir sogar ordnung zu halten, durch eine leicht verständliche ordnerstruktur und menüführung.

das wars eigentlich schon, spiegelreflexkameras sind toll, wechselobjektive auch, alles prima, ist mir aber zu schwer und zu umständlich. ich hab im studium zwar gelernt damit vernünftig umzugehen, aber das hemmt mich eher, fotografieren ist für mich ein komplett intuitiver vorgang. “

Soiblossom
(Foto: Gabriele Dünwald)

Ulrike vom Blog Fernausloeserin.de:
„Meine Fotoausrüstung unterscheidet sich je nach Anlass und Dauer der Reise. So sehr ich meine dicke Bertha (DSLR) liebe, aber teilweise war sie mir unterwegs zu groß und unhandlich, mit den zusätzlichen Objektiven auch oft zu schwer.
Mit einer klassischen Kompaktkamera fühle ich mich zu eingeschränkt.
Die Kamera vom Smartphone ist gut, aber auch nicht ausreichend, gerade wenn’s mal nicht so viel Licht vorhanden ist.
Deshalb nehme ich inzwischen am liebsten meine Fuji X20 mit auf Kurz- und Städtereisen. Die ist schön klein, leicht und lässt dank guter Lichtstärke des Objektivs viel Spielraum für kreative Fotos.“

Fernauslöserin
(Foto: Ulrike Pager)

Alex von travelpicture24.de:
„Fotos spielen für mich auf Reisen eine große Rolle, denn sie stellen eine anschauliche Erinnerung dar. Erinnerungen, die ich mir später auch gerne noch einmal ins Gedächtnis rufe, nicht nur beim Schreiben meiner Reiseberichte.

Dementsprechend viel Wert lege ich auch auf die Qualität meiner Bilder. Jedes Bild im Blog wird bearbeitet, um das beste aus ihm herauszuholen. Trotzdem versuche ich, die Bilder dabei möglichst realitätsnah aussehen zu lassen.

Mein hoher Anspruch an Fotos spiegelt sich auch in meiner Ausrüstung wider: fast immer nutze ich meine Canon EOS 300D, denn sie bietet mir unzählige Gestaltungsmöglichkeiten hinsichtlich Belichtung, Schärfentiefe, Nachbearbeitung und Motivwahl – trotz ihres Alters. Dank dreier Objektive (Fisheye, Weitwinkel, Tele) habe ich hier einen großen Spielraum, nicht zuletzt wegen des RAW-Formates.

Mit zu meinem Foto-Repertoire gehören auch mein Smartphone, welches ich hauptsächlich für Instagram und Schnappschüsse verwende sowie eine Kompaktkamera der Marke Ricoh, die ich für Timelapse-Aufnahmen nutze.“

Travelpicture24
(Foto: travelpicture24.de)

Gabi vom Blog 5Reicherts ist zur Zeit in Norwegen unterwegs. Sie hat Ihre Fotoausrüstung aber erst kürzlich auf Ihrem Blog ausführlich beschrieben. Hier ist der Link dazu: 5Reicherts

5 Reicherts
(Foto: 5Reicherts)
 
Mit welcher Ausrüstung fotografierst du auf Reisen? Welche Tipps kannst du uns geben, damit unsere Reisefotos noch besser werden? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.
 
 

Jo Igele Reiseblog / Travelblog, Reiseberichte

 

Über den Author

Udo Udo Weisner (†19.02.2015) - Reiseblogger / Travelblogger
Zusammen mit meiner Frau Sonja bereise ich die Welt. Wir kennen und lieben die ganze Palette des Reisens von Pauschal bis individual und von Abenteuer bis teuer. Auf unserem Reiseblog / Travel Blog (http://www.jo-igele.de) veröffentlichen wir unser persönliches Reisetagebuch und lassen unsere Leser an unseren Reisen teilhaben.

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6 Kommentare auf "Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 2)"

  1. […] ein bisschen Techie-Kamera-Liebe für mein Fotografie Equipment, das ich bei Udo und Sonja von Jo Igele vorstellen durfte. Mit was fotografiest […]

  2. Oli sagt:

    Ich hab auch immer meine Spiegelreflex dabei – vor allem, weil ich dort mein Ultraweitwinkel platzieren kann. Trotzdem würde ich mir heute keine SLR mehr kaufen, sondern eine Bridgekamera wie die von Anja erwähnte Lumix, von dem ich das Vorgängermodell hatte. Die Optik ist unschlagbar gut und schafft, Dinge, welche meine Spiegelreflex nicht kann wie zum Beispiel Makroaufnahmen ab 20 Millimeter. Will ich das abdecken, was eine Bridgekamera kann, muss ich mindestens drei teure und vor allem auch schwere Objektive mitschleppen. Natürlich ist die Bildqualität bei einer Spiegelreflex etwas besser. Aber gerade beim Reisen muss man sich fragen, ob es sich lohnt, wegen dieses kleinen Unterschieds ein oder zwei zusätzliche Kilos mitzuschleppen.

  3. […] durch einen Beitrag im Jo Igele Reiseblog habe ich mich auch mal an das Theme Fotoausrüstung […]

  4. Christina sagt:

    Auch diesmal wieder sehr spannend zu sehen, was andere Blogger so in ihrem Koffer/Rucksack dabei haben. 🙂
    Danke, dass ich mitmachen durfte – über Kameras quatsche ich ja für mein Leben gerne.

    Liebe Grüße
    Christina

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