Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 3)

15. September 2013 | Von | Kategorie: Fotoausrüstungen der Reiseblogger, Reiseblogger

Meine Kamera, mein Objektiv, meine Fototasche.

Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger.

Über das Wochenende sind noch ein paar „Nachzügler-Beiträge“ zum Thema Fotografieren auf Reisen und Fotoausrüstungen der Reiseblogger(innen) angekommen, die ich euch nicht vorenthalten möchte. Deshalb folgt hiermit ein dritter Teil zum Thema.

Den Anfang von Teil 3 macht Camillo vom Blog WORLDTRAVLR:
„Ich gehe ungern Kompromisse ein. Deshalb verzichte ich auf meinen Reisen kaum auf eine DSLR Kamera. Aktuelle nutze ich eine Canon EOS 1D-X, mit der ich sehr zufrieden bin. In jeder Situation bekommt man einfach den perfekten Schuss hin und gerade auch bei Dunkelheit möchte ich eine hochwertige Kamera nicht missen. Ich bin kein Freund von Blitzfotos, sondern versuche die Stimmung so einzufangen wie sie gerade ist. Kompakte Kameras oder auch Smartphones produzieren hier Bilder mit einem hohen Rauschen die selbst für’s Web nicht mehr schön anzusehen sind. Zudem bleibt einem mit der DSLR Kamera mehr Spielraum zur nachträglichen Bearbeitung der Bilder.

Abgesehen von der Bildqualität bleibt das wichtigste Gut bei der Fotografie immer noch das Motiv und der Fotograf. Hier motiviere ich vor Allem auch dazu mal eine andere Perspektive zu wählen und nicht immer nur aus seinem Blickwinkel die Dinge zu fotografieren. Zudem sind Detailaufnahmen oder Ausschnitte oft interessanter, als wenn man das „Ganze“ abbildet. Ein weiterer Faktor ist Zeit. Überlege dir erst das Motiv im Kopf und schaue erst dann durch den Sucher und fange den Moment ein.“

Worldtravlr
(Foto: Camillo Pfeil)

Lars vom Reiseblog puriy ist zur Zeit mit der Transsib unterwegs und schreibt:
„Während ich diese kurzen Zeilen schreibe, sind wir mit der Transsib unterwegs und gerade auf der Insel Olchon im Baikalsee. In unserem Reisegepäck befinden sich vier verschiedene Kameras.

1. Sony Alpha 57 mit einem Sigma DC 18 bis 250mm Objektiv. Mit diesem Objektiv sind wir einen Kompromiss eingegangen, wir wollten unser Gepäck nicht durch mehrere Objektive unnötigerweise zu schwer werden lassen. Somit fiel unsere Wahl auf das als Reiseobjektiv vermarktete Modell. Wir sind mit der Wahl des Super-Zoomobjektivs aktuell noch sehr zufrieden.

2. iPhone 5 bzw. 4. In Verbindung mit den Apps von Instagram oder EyeEm lassen sich schnell klasse Bilder machen, die wir umgehend online stellen können und das sogar in China. Die Effekte und die einfache Bedienung machen Spaß. Leider muss man in Qualität und Format Kompromisse eingehen.

3. Eine Sony HDR-AS15 Action-Cam, um unsere Outdooraktivitäten auch in Bewegtbild festzuhalten. Zudem eignet sich diese Kamera gut, um aus dem Zug zu filmen.“

Puriy
(Foto: Lars Dörfel)

Maike vom Reisetageblog schreibt:
Ich habe lange mit einer Sony-Cybershot DSC-H9 gearbeitet (15 x Optical Zoom) und war sehr zufrieden damit: Sie wiegt fast nichts, ist leicht zu bedienen und die Bilder waren gut genug, um sie an Zeitungen und Magazine verkaufen zu können. Da es neuere Modelle gibt, die kleiner sind, habe ich mir eine Sony Exmor R geholt. Sie hatte sehr gute Kritiken bekommen, ich kann sie aber nicht empfehlen! Die Qualität der Bilder ist für den Preis nicht gut genug, das eingebaute Weitwinkel lässt Gebäude sehr stürzen, man muss viel nachbearbeiten.

Für meine Namibia-Safari habe ich mir dann endlich eine gebrauchte Spiegelreflexkamera gekauft: Eine Nikon D 200. Die Profi-Fotografin, mit der ich mein Buch „Vom Glück mit Katzen zu wohnen“ gemacht habe, hat damit noch bis vor kurzem gearbeitet, heute hat sie das Nachfolgemodell. Dazu habe ich ein Teleobjektiv zum Wechseln (SIGMA 4-5,6/70-300 mm DG). Die Kamera ist fantastisch und das Tele-Objektiv unverzichtbar, wenn man es mit wirklich wilden Tieren zu tun hat, die weit weg bleiben. Allerdings wäre ein Bildstabilisator im Tele gut gewesen: Wenn man einem Nashorn zu Fuß in nur 100 Meter Entfernung gegenübersteht, ist es schwer, eine ruhige Hand zu haben. Ich bin daher mit einem Stativ durch die Gegend gerannt. Das Wechseln der Objektive war in der Wüste kein Spaß, ich habe mir dazu Tipps von Fotografen geben lassen (in Plastiktüten wechseln, Reinigungsset mitnehmen etc.).

Wenn es nicht auf druckfähige Bilder ankommt, sondern darauf, beweglich zu sein, nehme ich die Spiegelreflex allerdings nicht mit. Sie wiegt einfach mehr und ist zu wertvoll, um sie z.B. einfach mal auf eine wackelige Kanufahrt mitzunehmen. Dann benutze ich die kleine Sony Exmor R, auch wenn die Bilder nicht so schön werden. Viele meiner Blogfotos sind aber bis heute Handybilder – einfach, weil ich das Ding immer dabei habe. Ich bin immer wieder überrascht, wie gut die Fotos mit meinem alten Handy Samsung GT-S8500 werden, besonders Makro-Aufnahmen – zu sehen u.a. in meinem „Handyfoto-Jahresrückblick“, den ich jedes Jahr im Januar mache.

Reisetageblog
(Foto: Hannah Suppa)

Last but not least möchten wir auch noch unser eigenes Equipment kurz vorstellen:
Für uns gehören Fotos zu unseren Reiseberichten wie die Butter auf`s Brot. Wir sind Verfechter des Spruchs „ein Bild sagt mehr als tausend Worte“. Dabei fotografieren wir die Dinge aus unserer eigenen Sicht, ohne künstlerischen Anspruch, mal mehr und mal weniger gekonnt.

Als Werkzeug dienen mir dabei:
1. Eine Kompakt-Kamera, zur Zeit eine Casio Excilim EX-ZR300. Die habe ich IMMER in der Hosentasche und Nachts unter dem Kopfkissen :-). Entsprechend hoch ist der Verschleiß, und es wird demnächst wieder mal was Neues fällig.
2. Eine Nikon F1. Sie ist zur Zeit mein Hauptarbeitsgerät. Die meisten meiner Fotos sind durch ihre Linse aufgenommen.
3. Eine Panasonic DMC-FZ5, die ich immer dann einsetze, wenn ich eine starke Zoom-Funktion benötige. Auch sie dürfte bald ausgedient haben und muss ersetzt werden.
4. Meine neueste Errungenschaft ist eine Aktionkamera Fantic BeastVision HD WiFi, die ich zur Zeit gerade teste (Bericht folgt demnächst).

Sonja fotografiert mit einer Spiegelreflex Canon EOS 400D mit Canon Normal Objektiv 18-55mm und Canon Tele 90-300mm. Dazu verschiedene Nahlinsen und Grau- sowie Skylight Filter.

Reiseblogger
(Foto: Udo Weisner)

 
Mit welcher Ausrüstung fotografierst du auf Reisen? Welche Tipps kannst du uns geben, damit unsere Reisefotos noch besser werden? Wir freuen uns auf deinen Kommentar.
 
 

Jo Igele Reiseblog / Travelblog, Reiseberichte

 

Über den Author

Udo Udo Weisner (†19.02.2015) - Reiseblogger / Travelblogger
Zusammen mit meiner Frau Sonja bereise ich die Welt. Wir kennen und lieben die ganze Palette des Reisens von Pauschal bis individual und von Abenteuer bis teuer. Auf unserem Reiseblog / Travel Blog (http://www.jo-igele.de) veröffentlichen wir unser persönliches Reisetagebuch und lassen unsere Leser an unseren Reisen teilhaben.

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7 Kommentare auf "Die Fotoausrüstungen der Reiseblogger (Teil 3)"

  1. […] Meine Fotoausrüstung auf Reisen auf joigele […]

  2. Marcus sagt:

    Hallo,

    finde ich super, dass du noch mit einer Nikon F1 fotografierst. Ich kann auch nicht die Finger von meiner analogen lassen. Auch wenn das einscannen der Dias usw. viel Zeit kostet.

    Ansonsten habe ich immer meine geliebte Nikon D90 mit der 50 mm Festbrennweite dabei. Die ist dann noch halbwegs kompakt und die Bildqualität ist unschlagbar.

    Viele Grüße

    Marcus

  3. Karina sagt:

    Vielen Dank Udo, ich finde es sehr spannend zu lesen, was andere Reiseblogger so an Fotoausrüstung bei sich tragen.

    Ich muss sagen, die besten Fotos macht immer noch unsere digitale Spiegelreflexkamera – eine Canon EOS 650 D.
    Allerdings bin ich eher ein großer Fan kleiner Kompaktkameras. Ich bin nämlich meistens zu faul die große Kamera zu schleppen. 😉 Für diesen Fall habe ich dann meine kleine Canon Powershot S100 dabei – die passt sogar in meine Hosentaschen und macht noch dazu sehr gute Fotos.
    Außerdem ist die kleine Kompaktkamera perfekt für meine Unterwasseraufnahmen. Das Unterwassergehäuse samt Kamera ist bei meinen Tauchausflügen nicht mehr wegzudenken und ich habe die Anschaffung nicht bereut.

    Liebe Grüße,
    Karina

  4. Vielen Dank für die tolle Zusammenfassung.

    Dich scheint das Reisefieber ja auch gepackt zu haben. Wo sonst kann man so tolle Fotos machen wie auf seinen Reise quer durch die Metropolen der Welt. Ich bin gespannt auf deine neuen Berichte.

    Viele Grüße

    Jana

    • Udo sagt:

      Danke für die „Blumen“ Jana. Du hast recht ich bin infiziert und unheilbar erkrankt, was das Reisefieber betrifft.
      Viele Grüße aus dem wilden Süden Deutschlands.
      Udo

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