Madrid, Tapas bis zum Abwinken!

4. Januar 2014 | Von | Kategorie: Madrid, Städtereisen

Madrid, die Hauptstadt der Tapas.

Tapas sind kleine Häppchen, die in Spanien oft zu Wein und Bier als kostenlose Beigabe gereicht werden. Dieser Brauch entwickelte sich vermutlich aus der mittelalterlichen Gewohnheit das Glas Wein mit einer Scheibe Brot abzudecken, um es vor den Fliegen zu schützen. Das spanische Wort Tapa bedeutet so viel wie Deckel. Heute werden sie gerne auch zu einem Wermut oder zu einem Cherry serviert.
Daneben gibt es Tapas aber auch auf der Speisekarte der meisten Lokale und als sogenannte „raciones“ auch in Portionen, die einer ganzen Mahlzeit entsprechen.

Tapas gehören zu Spanien wie das Baguette zu Frankreich und „Fish and Chips“ zu England. Jede Region in Spanien hat ihre eigenen Tapas-Spezialitäten. In Madrid, der Hauptstadt der Tapas, bekommt man sie alle. Hunderte von Taperias, Tavernen und Restaurants warten darauf erkundet zu werden und eine Tapas Tour in Madrid ist immer ein Erlebnis.
Dabei verweilt man nicht allzu lang in einer Tapas Bar, sondern zieht von Lokal zu Lokal. So können dann schon mal 10 oder mehr Lokale an einem Abend zusammen kommen.

Grundlage der leckeren Häppchen können Fleisch, Fisch, Meeresfrüchte, Käse oder Gemüse sein.
Obwohl Madrid etwa 400km vom Meer entfernt liegt, ist das Angebot an Fisch und Meeresfrüchten überragend. Unbedingt probieren solltest du auch den berühmten spanischen Serrano Schinken.

Tapas
Lecker Tapas

Tapas
Verschiedene Tapas

Tapas
Tapas mit Gulas (Surimi)

Tapas
Miesmuscheln, Austern und Jakobsmuscheln

Tapas
Gefüllte Meereskrabben (Cangrejo Relleno de Marisco)

Tapas
Gefüllter Seeigel (Erizo Relleno)

Tapas
Garnelen in frittierten Kartoffelstreifen (Langostinos con Patata)

Tapas
Eine besondere Form der Tapas, die aus dem Baskenland stammenden Pintxos (Spießchen)

Serrano Schinken
Auch den berühmten spanischen Serrano Schinken sollte man mal probieren

Um die Tavernen Madrids kennen zu lernen kann man sich natürlich einer geführten Tapas Tour anschließen. Es ist aber auch kein Problem sich auf eigene Faust auf den Weg zu machen, um die Tavernen Madrids zu erkunden. Obwohl Madrid zu den größten Metropolen der Welt zählt, ist das Stadtzentrum überschaubar und sicher.

Da man in der Regel von Taverne zu Taverne zieht und letztendlich jeder etwas andere Vorlieben hat, ist es auch wenig sinnvoll Tipps für die beste Taverne zu geben. Meine Erfahrung ist, dass die im Internet empfohlenen Tavernen zwar besonders voll sind, aber nicht immer besonders gut. Am Abend wird es allerdings in allen Tavernen des Zentrums eng. Gegessen und getrunken wird meist Schulter an Schulter mit den anderen Gästen im Stehen. Das bietet jedoch auch Gelegenheit zu Kontakten.

Wer am Nachmittag oder am frühen Abend Gelüste auf Tapas bekommt, sollte unbedingt im Mercado de San Miguel vorbei schauen. Dort trifft sich halb Madrid und fast alle Touristen auf ein Bier, einen Wein und ein paar Tapas.

Mercado de San Miguel, Madrid
Mercado de San Miguel, ein guter Startpunkt für deine Tapastour.

Madrid
Restaurant Fatigas del Querrer an der Calle de la Cruz

Madrid
Taberna Parilla Alhambra in der Calle Victoria

Madrid
Restaurant und Tapas Bar Venta El Buscon in der Calle Victoria

Madrid
Restaurant Meson Don Carnal in der Calle Cava de San Miguel

Madrid
Taberna Antonio Sanchez in der Calle Meson de Paredes.

Ich wurde zu diesem Madrid-Wochenende vom spanischen Fremdenverkehrsamt in München (http://www.spain.info) eingeladen. Vielen Dank

 
 

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Über den Author

Udo Udo Weisner (†19.02.2015) - Reiseblogger / Travelblogger
Zusammen mit meiner Frau Sonja bereise ich die Welt. Wir kennen und lieben die ganze Palette des Reisens von Pauschal bis individual und von Abenteuer bis teuer. Auf unserem Reiseblog / Travel Blog (http://www.jo-igele.de) veröffentlichen wir unser persönliches Reisetagebuch und lassen unsere Leser an unseren Reisen teilhaben.

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11 Kommentare auf "Madrid, Tapas bis zum Abwinken!"

  1. Laura sagt:

    Da kommen tolle Erinnerungen zurück! Ich war letztes Jahr in Madrid und ganz begeistert vom Mercado de San Miguel – danke für den Artikel 🙂

  2. Ich war jetzt schon so oft in Spanien und habe noch nie Tapas gegessen weil ich immer keine Zeit dafür hatte. Aber wer weiß, vielleicht ja dieses Jahr 🙂

  3. Chris sagt:

    Hi Udo,

    ich bin ja seit meiner letzten Andalusien-Tour auch absoluter Tapas-Fan. Deine Fotos machen echt Hunger auf mehr …
    Aber ganz ehrlich, bei den Seeigeln kam gerade ein kurzer Ausruf des Erschreckens aus meinem Mund. Ich gehe ja mal davon aus, dass man lediglich die Füllung isst. Plauder mal aus dem Nähkästchen, war das wirklich lecker? Ich kann mir beim Anblick der Tiere, die sich sonst in menschlische Füße bohren, nicht so richtig einen Gaumenschmaus vorstellen. 😉

    Chris

    • Udo sagt:

      Natürlich wird nur der Inhalt der Seeigelschalen gegessen. Normalerweise roh und mit etwas Zitronensaft, dann schmeckt das so ähnlich wie Austern, glibberig und haupsächlich nach Zitrone. So überbacken wie auf den Foto ist die Konsistenz fester, schmeckt aber hauptsächlich nach den anderen Zutaten. Für mich „nice to have tested“ und wird sicher nicht mein Leibgericht.

      Grüße vom Bodensee
      Udo

  4. Anika sagt:

    Vielen Dank für die schönen Bilder. Die machen wirklich Lust auf Stadt und Land!

  5. Ich liebe Tapas.
    Wenn wir in Spanien sind, gehören Tapas und ein köstliches Glas Rotwein einfach dazu. Ob zum Lunch oder zum Dinner, Tapas passen einfach immer.
    Mein Liebling unter Spaniens Sonne: pimientos de padron. Einfach himmlisch.

  6. Manu sagt:

    Oh sehr lecker, da läuft einem wirklich das Wasser im Mund zusammen.
    Ich war leider bisher nur in Sevilla und das auch nur einen Tag – ich war damals zur Weltpremieren von Knight&Day (Tom Cruise und Cameron Diaz) eingeladen. Und in diesen 24 Stunden inkl Flügen kam ich kaum zu solchen Leckereien. Ich werde aber auf jeden Fall nochmals hinfliegen um mich dort einmal intensiver um zu sehen. Der eine Tag war ja schon bedeutsam. Ich bin sehr gespannt.

    Viele Grüße

    Manu

    • Udo sagt:

      Hallo Manu,
      es lohnt sich schon alleine für eine ausgiebige Tapastour mal übers Wochenende hin zu fliegen.
      Das Leben ist kurz, genieße es.

      Grüße vom Bodensee
      Udo

      • Manu sagt:

        Ich werde dieses Jahr mal schauen, wann es sich einrichten lässt 🙂
        Das da oben sieht so toll aus, man bekommt Fernweh.

        Ja, das Leben ist kurz und vor allem schnelllebig, da sollte man doch tun wonach einem ist.

        Liebe Grüße aus Hannover zurück zum Bodensee

        Manu

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