Strand, Traumstrand, Lieblingsstrand (Teil 2)

11. August 2013 | Von | Kategorie: Reisebloggers Lieblingsstrand, Traumstrand, Tipps & Sonstiges

Die Strandparade auf dem Jo Igele Reiseblog: Strand, Traumstrand, Lieblingsstrand.


Wann ist ein Strand eigentlich ein Traumstrand, und was macht ihn zum Lieblingsstrand?
Letzte Woche hatten wir verschiedene Reiseblogger(innen) gebeten uns ihren Lieblingsstrand zu verraten.
Zahlreiche Rückmeldungen haben uns erreicht. Die ersten 7 Beiträge haben wir letzte Woche veröffentlicht. Heute folgen 7 weitere Lieblingsstrände der Reiseprofis. Vielleicht ist ja auch einer für dich dabei.

Peggy vom Entdecke England Blog
Den besten Strand auf meinen bisherigen Reisen fand ich in Mui Ne, im Süden Vietnams. Mui Ne ist ein sehr kleiner Ort, dementsprechend ist der Strand nicht so überlaufen. Sollten die Wellen zu hoch zum Schwimmen sein, kann man sich in der Nähe eine Ausrüstung zum Kite- oder Windsurfen ausleihen. Unter den Palmen gibt es ausreichend Hängematten, wo jeder bequem lesen und sich entspannen kann. Und das vietnamesische Essen in den kleinen Bars ist sehr lecker.

TraumStrand
Mui Ne, Vietnam (Foto Peggy Richter)

Gudrun vom Reiseblog Reisebloggerin.at
Ich stieg etwas wackelig aus dem schmalen Kajak. Erstens war es ziemlich heiß im La Restinga Nationalpark und zweitens war ich nach der etwa 2-stündigen Paddeltour durch die Mangrovenwälder erschöpft. Unser Guide schickte uns zur Abkühlung und Erfrischung an den Strand, deutete in eine Richtung und murmelte noch etwas von zehn Minuten Fußmarsch.
Und plötzlich stand unsere Gruppe am Playa La Restinga, einem 20 km langen Muschelsandstrand. So etwas hatte ich noch nie gesehen, überall Muscheln, Muscheln und Muscheln! Vorsichtig balancierten wir darüber, um nur ja keine zu zertreten, und stürzten uns glücklich ins Meer.

Lieblingsstrand
Playa La Restinga,Isla Margarita,Venezuela (Foto Gudrun Krinzinger)

Gabriele vom Bangkok und Thailand Blog Soiblossom
Als Reiseblogger mit Schwerpunkt Thailand, werde ich oft gefragt welcher mein liebster Strand sei, weil die meisten Menschen automatisch davon ausgehen, dass der Reisende zum baden nach Thailand fährt. In meinem Fall ist das nicht so, ich bin ein Berge und Dschungelfan. Aber wenn ich einen Strand empfehlen möchte, dann den sehr symphatisch verschlafenen (zumindest war er das 2011 noch) Sunset Beach auf Koh Lipe. Die Insel war damals schon für meinen Begriff hart am Rand ihrer touristischen Fassungsmöglichkeiten, aber an diesem etwas abgelegenen Strand im Nordwesten der winzigen Insel war so gut wie nichts los. Die wild romantische Bamboo Bar versorgt den durstigen Gast mit leckeren frischgemixten Getränken, jede Menge Bäume spenden kostbaren Schatten. Das Wasser ist sauber, soweit ich das beurteilen kann, und für mich recht wichtig, es ist ganz leise. So steht einem ganz entspannten Tag mit lesen, schwimmen und eisgekühlten Mangoshakes nichts im Wege.

Sunset Beach auf Koh Lipe
Sunset Beach, Koh Lipe (Foto Gabriele Dünwald)

Gabi, Familien & Foto Reiseblog 5 Reicherts
Es ist schwer, mich auf einen Strand festzulegen.
In der Bretagne gibt es einen ganz besonderen Strand. Nirgends sonst habe ich je soviel fotografiert wie dort. Es ist sowieso an der Zeit diesem Strand von Brignogan beim Leuchtturm Pontusval, eine Liebeserklärung zu schreiben. Der Leuchtturm sieht fast aus wie eine Kirche, er steht auf einer Landzunge und unterteilt den langen Strand dadurch in zwei Teile. Auf der einen Seite schaukeln im Sommer die Boote im Wasser, der Sand ist auf dort besonders grobkörnig. Rennt man Barfuss drüber, schmirgelt der Sand die Haut an den Füßen weg, so grob ist er. Das Wasser wird schnell tief, die Wellen hüpfen unablässig direkt ans Land. Bei einer Springtide liegt bei Ebbe ein großes Felslabyrinth trocken. Dann ist es möglich nach Meerestieren zu suchen. Die Abalonen sind meine Liebingsschnecke – in Brignogan schaffte ich es, sie in ihrem Lebensraum zu fotografieren.
Der Strand auf der anderen Seite des Leuchtturms hat weicheren Sand, die Wellen rauschen hier nicht mehr ganz so heftig, das Felsenmeer ist bei Ebbe genauso gut, wie ein Aquarium. In den Gezeitentümpeln findet man unglaublich viele Lebewesen. Die Kinder klettern auf den Felsen, legen sich hoch oben in die Sonne und genießen die Wärme. Stundenlang entweder den Wellen zusehen oder in die Welt der Gezeitentümpel eintrauchen, ja, darauf hätte ich jetzt mal wieder große Lust!

Strand von BrignognaStrand von Brignogna, Bretagne (Foto Gabi E. Reichert)

Alexander, Reise & Reisefoto Blog travelpicture24
Ein Reiseziel am Meer muss mindestens einmal im Jahr auf meiner Liste stehen ? nirgendwo kann ich so schön abschalten wie am Strand, wenn die Wellen mal lauter, mal leiser das Ufer erreichen. Sandstrände sind mir dabei am liebsten. Wenn man barfuss durch den oben heißen, unten angenehm kühlen Sand stapft, sich das Wasser um die Waden spülen lässt oder im Wattenmeer der dunkle Schlick zwischen den Zehen hindurch quillt…alles Zeichen für eines, für Urlaub.
Als ich im letzten Jahr weg von den belgischen Sand- an die französischen Kiesstrände gefahren bin, habe ich auch diese Art kennen- und liebengelernt. Sich ein Sitzloch im Kies bauen, die warmen Steine unter sich spüren und hinaus aufs opalfarbene Meer schauen. Am Fuße des Cap Blanc-Nez bei Wissant reicht der Blick bis nach Großbritannien zu den bekannten Kreidefelsen von Dover. Seinen besonderen Reiz erreicht der Strand von Wissant durch das Geräusch, wenn die Wellen die Kiesel in Bewegung versetzen. Ein unbeschreiblich schöner Klang, der von den steil aufragenden Klippen direkt hinter einem reflektiert wird.

Wissant
Strand von Wissant, Frankreich (Foto Alexander Ricke)

Nadine vom Familienreiseblog Hudson Family
Also viele Strände sind Lieblinge von uns, einer bleibt mir aber wohl für immer im Gedächnis: Laguna Ojo de Liebre – Grauwale streicheln auf Baja California.
Die Anfahrt, mehr als zwanzig Kilometer auf einer Sandpiste durch schneeweisse Salzfelder, war nicht einfach. Wir waren froh um den 4×4 unseres Campers. Der Strand war leer, einige Palapas standen für Besucher bereit. Da waren wir also, unsere zwei Jungs, mein Mann und ich und mehrere Hundert Grauwale mit ihren neugeborenen Babys.
Die Lagune Ojo de Liebre ist ein geschützter Nationalpark. Die Ruhe ist wohltuend. Wir waren weit, weit weg von der Welt. Die Kinder spielten im Sand, machten Kuchen und Gebilde. Mein Mann knetete Brotteig und ich schnitt Haare, wusch Wäsche. Es ist ein unbeschreibliches Gefühl so nahe an den Grauwalen zu sein. Am nächsten Tag fuhr uns Gilberto in seinem Boot noch näher. Dann stellte er den Motor ab, liess uns treiben. Innert Minuten schwammen drei Grauwalmütter mit ihren Jungen zu uns. Sie schaukelten das Boot, bespritzten, spielten mit uns und liessen sich von uns streicheln.
Wir wollten gar nicht mehr weg. Die Wale würden bald ihre Reise nach Alaska beginnen, so war es auch für uns Zeit weiterzuziehen.
Der Link zum Wal-Artikel http://www.hudsonfamily.ch/2011/04/10/wer-einen-grauwal-angefasst-hat-wird-die-welt-nie-mehr-mit-den-gleichen-augen-sehen/

Baia California
Laguna Ojo de Liebre, Baia California (Foto Nadine Hudson)

Maria vom Online-Reisemagazin www.kofferpacken.at
Zum falschen Zeitpunkt am richtigen Ort: Mein Freund und ich waren im Sommer auf Sardinien unterwegs, einen Teil der Unterkünfte buchten wir spontan vor Ort übers Handy. Als wir nach wunderbaren Tagen am Golfo di Orosei durch das Landesinnere an die Nordküste fuhren, waren wir zuerst nicht gerade begeistert: Isola Rossa ist eine typische Touristensiedlung, lieblos hingeklatscht, die Preise im Restaurant an der Strandpromenade dementsprechend. Doch dann kam der Wetterumschwung, es wurde windig, sehr windig. Und stürmisch. Draußen zeigten sich nur mehr wenige Leute, man könnte fast sagen: Es war unwirtlich. Erst da verwandelte sich das fade Örtchen für uns in eine Herzensangelegenheit: Wir packten uns warm ein, ließen uns den Wind ins Gesicht peitschen und machten lange Spaziergänge entlang der Küste. Besonders der Ausblick vom Leuchtturm auf die tosende See war einmalig. Die umliegenden Strände sind übrigens auch nicht schlecht – sogar bei Schönwetter 🙂

Isola Rossa
Isola Rossa, Sardinien (Foto Maria Kapeller)
 

Welcher der Strände hat dir am besten gefallen? Welcher könnte auch dein Traumstrand werden? Hast du einen Lieblingsstrand den du gerne hier vorstellen möchtest? Kein Problem, schreib uns eine email oder nutze die Kommentarfunktion unter diesem Bericht. Wir freuen uns auf deine Meinung.

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Über den Author

Udo Udo Weisner (†19.02.2015) - Reiseblogger / Travelblogger
Zusammen mit meiner Frau Sonja bereise ich die Welt. Wir kennen und lieben die ganze Palette des Reisens von Pauschal bis individual und von Abenteuer bis teuer. Auf unserem Reiseblog / Travel Blog (http://www.jo-igele.de) veröffentlichen wir unser persönliches Reisetagebuch und lassen unsere Leser an unseren Reisen teilhaben.

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2 Kommentare auf "Strand, Traumstrand, Lieblingsstrand (Teil 2)"

  1. Sabine sagt:

    Auch in diesem zweiten Teil …. wunderschöne Beschreibungen. Und: den Strand in der Bretagne kenne ich sogar. Der Bericht war mir gleich Anlass genug, dass ich mich jetzt näher damit beschäftige, mal wieder in die Bretagne zu reisen.

    • Udo sagt:

      Uns geht es da nicht viel anders als dir Sabine. Wenn wir die Beiträge der anderen Reiseblogger anschauen, packt uns gleich wieder das Fernweh.
      Viele Grüße vom Bodensee
      Udo

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